| Abteilungsleiter: | Bernd Kopp |
| Steinhilbenstraße 1/2 | |
| 72108 Rottenburg | |
| 07472/948352 | |
Trainingszeiten:
Frühling/Sommer (Sommerzeit) - ab 19.15 Uhr auf'm Sportplatz!
Herbst/Winter (Winterzeit) - ab 20.15 Uhr in der Uhlandhalle!
Es fing alles ganz harmlos an. An einem kalten, regnerischen Donnerstagabend versuchten wieder ein paar Alt-Internationale dem tristen Fußball-Rentner-Dasein zu entkommen. Hierzu treffen die AH´ler sich regelmäßig im Sportheim zum Stammtisch. An jenem Abend kam auch das Thema „Was mach mer am Ommzug“ auf den Tisch.
Nach dem üblichem wirren Meinungsdurcheinander fiel irgendwann der Satz: „Wir machen Bob Jamaika, denn während der Fasnet isch au Olympia!!“. Drei Wochen vor dem Unzug wurden dann die ersten Pläne geschmiedet wie und in welcher Form wir das Team Jamaika vertreten werden. Dabei war ganz klar: Es muss ein Bob gebaut werden. Wer jetzt aber an einen großen, länglicher Karton , gelbe Sprühfarbe und einen paar Jamaikaaufkleber gedacht hatte, hat die Rechnung ohne unseren Chefkonstrukteur „M.Shortman“ gemacht. So wurde in liebevoller und mühsamer Arbeit ein Bob zusammen gebaut der jeden vor Neid erblassen lassen würde. Die passenden Outfits wurden zusammengetragen und einem gelungenen Auftritt beim diesjährigen Umzug stand nichts mehr im Wege. Als einzige Schwachstelle wurden die Bereifung ausgemacht. Aber ein Reifenplatzer beim Testlauf wurden von „K.Ofen“ und „Ebe the Schrein“ fachmännisch behoben. Vorgeglüht wurde schließlich bei unserem Mundschenk „R.Pasta“.
Bei bestem Fritz-Walter-Wetter und der Startnummer 8 ging es dann um kurz nach 14 Uhr auf die Bahn.
Mit reichlich Umdrehungen im Blut wurde anschließend die Umzugstrecke zum lokalen Eiskanal und zur ultimativen Partyzone umfunktioniert.
Statt aerodynamischer Anzüge aus dem Windkanal dominierten nun zu enge Einteiler bei denen der Stoff förmlich um Gnade fleht.
Nach einer letzten Einweisung, die gefühlt aus "Nicht atmen, nicht bewegen, Augen zu und trink aus" bestand, quetschte man sich in dieses enge Ding.
Das Team „Cool Runnings“ demonstrierte dabei eine völlig neue Starttechnik. Statt eines explosiven Sprints setzten sie auf den „gemütlichen Anschubser“, bei dem die Besatzung erst nach einer kurzen Diskussion über die richtige Sitzordnung in den Schlitten stieg. Leider wurde auch das zulässige Gesamtgewicht minimal überschritten was zur Folge hatte, dass es eigentlich nur ein Dreier-Bob war.
"Chagga der Bremser", der eigentlich hinten sitzen und am Ende die Drecksarbeit machen sollte musste seinen Job nun draußen verrichten.
Der Bob nahm Fahrt auf, die G-Kräfte waren exorbitant aber die maximale Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h konnte eingehalten werden. Einzig und allein die berühmt-berüchtigte Adlerkurve bereitete uns im Vorfeld ein gewisses Kopfzerbrechen.
Hier kam es dann auch zum ultimativen Materialtest. Aber geschickt konnte unser Steuermann die Kurve meistern und dann gemächlich der Ziellinie entgegen fahren. Am Ziel angekommen gab es statt Goldmedaillen und Nationalhymne ein dreifaches Prost und Bier her. Ob alle Teilnehmer die obligatorischen Dopingkontrollen bestanden haben ist nicht überliefert.
Fazit: Bobfahren an dr Fasnet ist wie normales Bobfahren, nur dass man sich beim Lenken weniger Sorgen um die Ideallinie und mehr um den festen Sitz der Perücke macht. Wir bedanken uns bei allen die zum Gelingen beigetragen haben sowie der NZW für die Präparierung des Eiskanals.
Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: „Drei, zwei, eins – Narri“
"Wenn du ein Bob bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Material zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach der ultimativen Bobfahrt."
Sensationelles spielte sich in der Rottenburger Volksbank-Arena ab. Beim diesjährigen Stadtpokal agierte unsere AH äußerst erfolgreich. Die Vorzeichen standen am Anfang alles andere als günstig. Zuerst wurde man in die sprichwörtliche Todesgruppe gelost. Als Gegner waren da keine geringeren wie der TuS Ergenzingen, immerhin bis dato amtierender Stadtpokalsieger. Weiters hatte man die Ehre gegen den SV Weiler (Vorjahresdritter) und den SV Wendelsheim (Vorjahresvierter) antreten zu dürfen. Auch ist wie immer die Personalsuche eine Herausforderung. Aber unser Coach Chagga hat eine schlagkräftige Truppe zusammen bekommen und packte auch die Trickkiste aus. Er organisierte nämlich so viele Spieler, dass er selbst nicht die Kickstiefel schnüren musste. Dies war vielleicht der entscheidende Schlüssel zum Erfolg. Aber Spaß beiseite. Los ging es dann im ersten Gruppenspiel gegen den SV Weiler, welche mit 3:2 besiegt werden konnten. Ebenfalls knapp gewonnen wurde das zweite Spiel gegen den SV Wendelsheim mit 2:1. Somit waren unsere „Jungs“, äh „Alts“, schon für das Viertelfinale qualifiziert und man konnte entspannt in das letzte Gruppenspiel gegen die Übermacht aus Ergenzingen gehen. Dieses Spiel verlief ziemlich ausgeglichen und man verlor mit viel Pech 1:2. Somit stand nach der Vorrunde ein zweiter Platz zu buche und viele in der Halle meinten, diese beiden Mannschaften könnten sich im Finale wiedersehen. Im Viertelfinale wartete dann der SV Seebronn auf unsere Grün-Weißen. Nach einer schnellen 2:0 Führung wurde das Spiel aber durch ein Gegentor und einer 2-Minuten-Strafe unnötig spannend gemacht. Aber mit viel Spielwitz und Routine konnte das 3:1 erzielt werden und das Halbfinale war gebucht. Dort hatten wir dann mit dem TSV Dettingen einen weiteren Geheimfavoriten vor der Brust. Dieses Spiel wurde, etwas überraschend, deutlich mit 3:0 gewonnen. Somit standen unsere „Alts“ im Finale des diesjährigen Stadtpokals. Gegner war, wie zu erwarten oder befürchtet, das „Endmonster“ - die TuS Ergenzingen. Der Respekt beider Mannschaften war groß und so entwickelte sich ein dramatisches Spiel, bei der keine Mannschaft in der regulären Spielzeit ein Tor erzielen konnte. So war das Finale das einzige Spiel im Turnier welches nach 9 Minuten 0:0 endete. Also gab es Verlängerung und mit einem Ende das epischer nicht sein konnte. Dezimiert durch eine Zeitstrafe mussten die Ergenzinger die letzten 2 Minuten in Unterzahl spielen. Drei (!!!) Sekunden vor Schluss erzielten dann unsere alten Knacker den entscheidenden Treffer zum 1:0. Diesen Vorsprung brachte die Grün-Weiße Resterampe in den letzten zwei Sekunden über die Zeit und somit konnten unsere AH´ler zum ersten Mal in ihrer langen und ruhmreichen Geschichte den Stadtpokal gewinnen. Herzlichen Glückwunsch an Coach Chagga und seinen Mannen zu diesem Triumph!!